P-Konto

P-Konto-Freibetrag erhöhen: Unterhalt, Kinder, Sozialleistungen

Kurz gesagtDer Freibetrag steigt auf zwei Wegen: pauschal mit Bescheinigung (§ 902 ZPO) für Unterhaltsberechtigte, Kindergeld und Sozialleistungen, oder individuell durch Beschluss des Vollstreckungsgerichts (§ 906 ZPO), wenn die Pauschalen nicht reichen. Nachzahlungen werden auf Antrag separat freigegeben (§ 904 ZPO).

Das Wichtigste in Kürze

  • Pauschal: + 597,42 Euro erste Person, + 332,83 Euro je weitere, Kindergeld und Leistungen in voller Höhe.
  • Individuell: Antrag beim Vollstreckungsgericht, bei Behördenpfändung bei der Behörde (§ 906 ZPO).
  • Nachzahlungen von Lohn oder Sozialleistungen: Freigabe auf Antrag (§ 904 ZPO).
  • Bis zur Entscheidung gilt der bisherige Freibetrag; die Vier-Wochen-Frist der Bank läuft weiter.
Inhalt
  1. Pauschale Erhöhung
  2. Individuelle Festsetzung
  3. Nachzahlungen
  4. Häufige Fragen

Pauschale Erhöhung

Besorgen Sie die Bescheinigung (siehe Bescheinigung) und legen Sie sie der Bank vor. Ab dem zweiten Geschäftstag gilt der erhöhte Betrag. Rückwirkend für laufende Zurückbehaltungen innerhalb der Vier-Wochen-Frist wirkt das ebenfalls.

Beträge nach der hinterlegten Tabelle 2026/2027 (Grundfreibetrag 1.587,40 Euro, Erhöhung für die erste unterhaltsberechtigte Person 597,42 Euro, für die zweite bis fünfte je 332,83 Euro, volle Pfändbarkeit ab 4.866,30 Euro Netto). Maßgeblich ist die amtliche Bekanntmachung.

Individuelle Festsetzung

Beispiele: hohe Unterhaltszahlungen über den Pauschalen, Kosten einer Behinderung, Doppelpfändung von Lohn und Konto. Antrag formlos beim Vollstreckungsgericht am Wohnort, mit Nachweisen. Bei Pfändung durch Finanzamt oder Krankenkasse entscheidet die Behörde selbst.

Nachzahlungen

Nachzahlungen von Sozialleistungen und Arbeitseinkommen sprengen den Monatsfreibetrag, obwohl sie für mehrere Monate gedacht sind. § 904 ZPO erlaubt die Freigabe: Mit Bescheinigung über die Nachzahlung muss die Bank den Betrag im Rahmen des Gesetzes freigeben; bei Arbeitseinkommen ist das Gericht zuständig.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Beschluss des Gerichts?

Je nach Gericht Tage bis Wochen. Beantragen Sie parallel bei der Bank die pauschale Erhöhung, damit der Grundschutz steht.

Kann der Gläubiger die Erhöhung angreifen?

Er kann beantragen, Personen mit eigenem Einkommen unberücksichtigt zu lassen (§ 850c Abs. 6 ZPO entsprechend).

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Redaktion Restschuldenfrei24Recherche und Text. Quellen: Gesetzestexte, amtliche Bekanntmachungen, Justizportale.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Gesetze und Beträge ändern sich; maßgeblich ist der Stand der genannten Quellen. Stand dieser Seite: 04.10.2026.

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